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Renommierter Berliner Galerist übernimmt die Büdericher Heilig-Geist-Kirche

28.08.2026

Die Heilig-Geist-Kirche in Büderich wird künftig als Kunstgalerie dienen. Foto: TZ
Die Heilig-Geist-Kirche in Büderich wird künftig als Kunstgalerie dienen. Foto: TZ

Die Gemeinde St. Mauritius und Heilig Geist in Büderich trennt sich von der Heilig-Geist-Kirche an der Karl-Arnold-Straße. Nach längeren Verhandlungen wird der international renommierte Galerist Johann König aus Berlin die Kirche auf der Grundlage eines Erbbaurechtsvertrags übernehmen, um dort einen neuen Ort für zeitgenössische Kunst einzurichten.

Die Heilig-Geist-Kirche wurde 1966/67 nach Entwürfen der Architekten Arnold Boms und Rudolf Dahm errichtet und gehört zu den frühen Kirchenbauten nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Prägend für das denkmalgeschützte Gebäude sind seine moderne Stahlbetonkonstruktion, der markante kubische Baukörper und das über dem Kirchenraum gefaltete Betondach.

Neben Ausstellungen zeitgenössischer Kunst wird es einen Atelierbetrieb geben, außerdem Lesungen, Konzerte und weitere kulturelle Veranstaltungen. Ergänzend ist ein Tagescafé vorgesehen. So soll die ehemalige Kirche auch künftig ein Ort der Begegnung sein, der den Meerbuscher Bürgerinnen und Bürgern offensteht. Der Übergang wird zu Beginn des neuen Jahres stattfinden, eine erste Ausstellung ist zur „Art Düsseldorf“ im April geplant.

"Für die Gemeinde heißt es Abschied nehmen von einer Kirche, die seit fast sechzig Jahren ein fester Bestandteil des Gemeindelebens gewesen ist, ein Ort des Gebetes, der Begegnung und gemeinsamer Erinnerungen. Die Entwicklung der Zahl der Gemeindemitglieder und die daraus folgenden finanziellen Konsequenzen lassen jedoch für die Zukunft keinen Spielraum, unabhängig von der ab Januar geplanten Gemeindefusion mit dem linksrheinischen Düsseldorf und der Düsseldorfer Altstadt", so Pfarrer Michael Berning.

Neben der Trauer um die Kirche sei die Gemeinde froh, für das denkmalgeschützte Gebäude eine sinnvolle kulturelle Nachnutzung gefunden zu haben, die ihm eine langfristige Perspektive eröffnet. "So gibt es die Hoffnung, dass das Gebäude auch in Zukunft ein lebendiger Teil Büderichs bleibt – wenn auch in der neuen Rolle: als Ort für Kunst, Kultur, Begegnung und gemeinsames Erleben", sagt Berning.

Die Gemeinde war Ende des vergangenen Jahres mit einem Exposé an die Öffentlichkeit getreten, um Interessenten für die Kirche zu finden – ein Weg, der sich somit als zielführend erwiesen hat. Im Rahmen einer Gemeindeversammlung wurde das Konzept nun den Mitgliedern vorgestellt. Die Gottesdienste werden in Zukunft in der Niederdonker Kapelle und in der Pfarrkirche St. Mauritius gehalten.