Stellenabbau bei Hydro: Gottesdienst in der Grevenbroicher Südstadt

Bei Hydro müssen viele Mitarbeiter gehen: Als Zeichen der Solidarität gibt es jetzt einen Gottesdienst in der Grevenbroicher Südstadt. Foto: Hydro
Bei Hydro müssen viele Mitarbeiter gehen: Als Zeichen der Solidarität gibt es jetzt einen Gottesdienst in der Grevenbroicher Südstadt. Foto: Hydro
Hunderte von Jobs gehen beim Aluminium-Riesen Hydro in Grevenbroich verloren. Und das geht auch die Christen etwas an, hatte Oberpfarrer Dr. Meik Schirpenbach erst kürzlich bei einem Zukunftsforum der Kirche in Elsen gesagt.
 
Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht: Mit dem Leitwort „Sorgen, Ängste und Zukunft unserer Stadt“ ist ein Gottesdienst angesichts des Strukturwandels überschrieben, der am Sonntag, 17. November, um 17 Uhr in der Kirche St. Joseph in der Grevenbroicher Südstadt beginnt.
 
„Wir alle mussten mit großer Bestürzung vom geplanten Stellenabbau bei Hydro hören und lesen. Mit dem Ende der Folien-Produktion geht ein großes Stück Grevenbroicher Industriegeschichte zu Ende, der unter anderem die Südstadt ihre Existenz verdankt“, so Schirpenbach.
 
Schlimmer sei aber die Tatsache, „dass der drohende Arbeitsplatzverlust Ängste und Unsicherheiten schürt – bei denen, die es betrifft, aber auch bei zahlreichen anderen, deren Zukunft von der Gestaltung des Strukturwandels vor Ort abhängt“.
 
Die Kirche will daher „ein Signal der Solidarität und Gemeinschaft in dieser unsicheren Zeit“ setzen. Eingeladen zur Messe sind alle Interessierten unabhängig von Konfessions- und Religionszugehörigkeit. „Wir wollen Texte hören, Lieder singen und Fürbitte halten, um Sorgen und Zukunftsängsten Raum und Ausdruck vor Gott zu verleihen“, so Schirpenbach.