Stürzelberg: Einweihung der neuen Orgel und des sanierten Pfarrheims in St. Aloysius
10.03.2026
Am Sonntag, 15. März, um 11 Uhr wird in einer Festmesse die neue Orgel in der Pfarrkirche St. Aloysius in Stürzelberg eingeweiht. Im Anschluss wird auch das frisch sanierte Pfarrheim gesegnet. Bei einem Umtrunk mit Imbiss haben Besucher die Möglichkeit, die Räumlichkeiten anzuschauen und mit dem Kirchenvorstand, dem Pastoralteam, dem Seelsorgebereichsmusiker und anderen Gemeindemitgliedern ins Gespräch zu kommen.
Mehr als ein Jahr lang mussten die Stürzelberger nun ohne eine Orgel in den Gottesdiensten auskommen. Auch wenn die Zeit mit einem guten E-Piano überbrückt worden ist, so freut sich Seelsorgebereichsmusiker Andreas Haller sehr auf das neue Instrument in der Kirche. „Diese Orgel wird den Raum mit ihrem Klang füllen, sie hat Kraft und Größe“, gibt er einen Vorgeschmack auf das, was die Zuhörer ab Mitte März erwartet. Eine Orgelweihe sei ein Jahrhundertereignis, das ein Gemeindemitglied meist nur einmal erlebe, so Haller.
Bei dem neuen Instrument handelt es sich um ein Modell aus der Manufaktur Karl Schuke in Berlin, das in den 1970-er Jahren gebaut worden ist. Die Orgel stand bis vor einigen Wochen in der ehemaligen Kirche St. Heinrich in Köln-Deutz, die im Jahr 2012 entweiht worden war und als Hilfezentrum für psychisch kranke Menschen dient. „Interessant ist auch, dass die Schwesterorgel dieses Modells an der Musikhochschule in Köln steht“, berichtet Haller. „Beide Orgeln wurden damals zusammen für Köln aufgebaut.“
Ende Januar begann die Orgelbaufirma „Tastenreich“ mit dem Abbau der Orgel in Deutz, der sich teils schwieriger gestaltete als gedacht. Auch der darauffolgende Wiederaufbau in St. Aloysius stellte die Experten vor manche Herausforderungen, die sie jedoch mit Bravour meisterten. Zwischenzeitlich sah es in der Kirche aus wie in einem großen Puzzle, dessen Teile mühevoll zusammengesetzt werden mussten.
Bis aber die Entscheidung für die Schuke-Orgel final gefallen war, brauchte es etliche Monate Vorlauf. Die alte Orgel aus St. Aloysius wurde im November 2024 abgebaut, nachdem ihr kein Ton mehr zu entlocken gewesen war – eine Reparatur hätte den Wert deutlich überstiegen. Mit dem Verkauf der Orgel konnte dabei noch 15.000 Euro Erlös erzielt werden. Nun galt es, mit Hilfe des Orgelsachverständigen des Erzbistums drei Orgeln zu finden, aus denen am Ende eine ausgewählt werden sollte. Alle Orgeln wurden von Andreas Haller gemeinsam mit dem Sachverständigen und Mitgliedern des Kirchenvorstands, der zuvor den Ankauf einer neuen Orgel beschlossen hatte, besichtigt.
„Wir waren uns schnell einig, dass die Schuke-Orgel für St. Aloysius am besten geeignet ist“, erklärt Haller. Das Erzbistum hatte eine Förderung von bis zu 40.000 Euro zugesichert, dafür mussten verschiedene Anträge und Gutachten für alle drei Instrumente erstellt werden. Nachdem auch der Sachverständige eine klare Empfehlung für die Schuke-Orgel ausgesprochen hatte, wurden Angebote von Orgelbau-Unternehmen für den Abbau der Orgel in Köln, den Transport und Aufbau in Stürzelberg eingeholt – das OK kam dann Ende Dezember, seit Ende Januar schreitet der Aufbau der neuen Orgel auf der Empore, die vorab auch noch einmal statisch geprüft worden ist, voran. Die Kosten für das Instrument und den Ab- und Wiederaufbau lagen bei rund 125.000 Euro, abzüglich der Fördersumme, des Erlöses aus dem Orgelverkauf und Spenden bleiben für die Kirchengemeinde noch ca. 62.000 Euro zu finanzieren.
Wie die Orgel klingt, werden die Gottesdienstbesucher zum ersten Mal am 15. März erfahren. Andreas Haller ist sich sicher, dass das Instrument großen Gefallen finden wird: „Im Vergleich zu den anderen Instrumenten hat herausgestochen, dass diese Orgel viele Klangfarben mit sich bringt“, sagt er. „Das macht sie und auch die Musik besonders abwechslungsreich und farbenfroh.“