Verschiebung des Bundesköniginnentags in Gindorf auf 2022 ist perfekt

Die Königinnen kommen nach Gindorf - hier ein Schnappschuss vom jüngsten Bundesschützenfest in Büttgen. Foto: TZ
Große Freude bei den katholischen Schützen in Grevenbroich: „Ein besseres und optimistischeres Zeichen in diesen Wochen kann es nicht geben“, so Brudermeister Robert Hoppe und Bundesköniginnentag-Geschäftsführer Heinz-Wilhelm Becker. Denn das Präsidium des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) hat die Gindorfer Schützen per Beschluss nun offiziell mit der Ausrichtung des Bundesköniginnentags im Jahr 2022 beauftragt.
 
Möglich wurde dieser Beschluss durch die Initiative der Gindorfer Sebastianer. Für sie stand bereits zum Jahreswechsel fest, dass sie den ursprünglich für Mai 2021 bei ihnen geplanten Bundesköniginnentag aufgrund der Ein- und Beschränkungen durch die aktuelle Corona-Pandemie nicht hätten durchführen können. „Dieses einzigartige Fest von Schützen und Schützenfrauen in unserem großen Bund und vielen Gästen aus nah und fern“, so Hoppe, „hätten wir Anfang Mai nicht in aller Unbeschwertheit und frei von jeglichen Auflagen als ein Fest der Begegnung mit Tausenden von Menschen feiern können.“
 
Daher hatte der Gindorfer Bruderschaftsvorstand seine Mitglieder in einer bislang einzigartigen Weise schriftlich befragt, wie sie zu einer geplanten Verschiebung dieses großen Schützentreffens in Gindorf stehen. „Bereits die Resonanz auf diese Befragung“, so Hoppe, „war großartig. Ende Januar hatten über 45 Prozent aller stimmberechtigten Mitglieder ihr Votum abgegeben. Und noch eindeutiger war das Ergebnis, denn fast 90 Prozent stimmten für eine Verlegung dieses Festes.“ Doch dies war nur der erste Schritt. Diese eindeutige Bereitschaft für eine Verlegung kommunizierte der Vorstand dann an den Bundesverband.
 
Der BHDS vergibt nach Bewerbung und diversen Vorgesprächen jährlich zwei große Schützentreffen im Mai (Bundesköniginnentag) und im September (Bundesschützenfest) an jeweils eine ausrichtende Bruderschaft. Unter Leitung von Bundesschützenmeister Emil Vogt befasste sich dann auch das Bundespräsidium mit dem Verlegungsantrag der Gindorfer Bruderschaft. „Wir sind sehr froh, dass die Mitglieder der Schützenbruderschaft in Grevenbroich-Gindorf gerade in einer, für unsere Gemeinschaften so schwierigen Zeit mit einem so beeindruckend eindeutigen Votum nach vorne schauen“, freut sich auch Vogt.
 
Brudermeister Hoppe sieht den Beschluss des Bundespräsidiums zunächst tatsächlich als ganz besonderes Geschenk für die Schützen und Schützenfrauen seiner Bruderschaft, die in diesem Jahr ihr 350-jähriges Bestehen begeht. „Wie wir dieses Jubiläum feiern werden, wissen wir noch nicht. Aber wir freuen uns, ob nun mit oder ohne Corona, über diesen Vertrauensvorschuss unseres Dachverbands und vieler tausend Schützen in unserem Bund, die wir dann hoffentlich als herzliche Gastgeber in 2022 als unsere Gäste in Gindorf begrüßen können. 
 
„So wie das Schützenjahr 2021 begonnen hat, wird es bereits jetzt als ganz besonderes Jahr in die Chronik der Gindorfer St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft eingehen“, ist sich Hoppe sicher. „Denn wenn ein Vorstand eine so tolle Rückendeckung und Resonanz von seinen Mitgliedern erfährt, dann können wir nicht alles falsch gemacht haben, dann macht das Mut, in die Zukunft zu blicken, und dann macht das auch ein bisschen stolz.“
 
Nun starten die Schützen-Verantwortlichen in Gindorf mit optimistischem Blick in die nächsten Monate. Der Appell des Brudermeisters: „Lasst euch alle impfen, damit wir dann am 21. und 22. Mai 2022 in Freude und Frohsinn, in Harmonie und mit großer Wiedersehensfreude nach langen Monaten der Abstinenz ein friedvolles und würdiges Fest für unsere Königinnen mit unseren jungen und älteren Schützen und Schützenfrauen in der Stadt Grevenbroich und in unserem schönen Doppeldorf Gindorf-Gustorf feiern können“. Tausende Besucher aus Deutschland werden dann erwartet.