Vorbildliche Unterstützung: Kreis fördert Caritas-Wohnberatungsagentur

Den Zollstock stets dabei: Marion Schröer, Caritas-Wohnberaterin in Neuss, gibt Anregungen für das Zuhause. Foto: TZ

Die Wohnberatungsagentur des katholischen Caritasverbands wird in diesem Jahr vom Rhein-Kreis Neuss mit über 88 500 Euro bezuschusst. „Mit dieser Einrichtung bekommen ältere Menschen vorbildliche Unterstützung, um möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben zu können, und das fördern wir gern“, so Kreisdirektor und Sozialdezernent Dirk Brügge.

Im Jahr 1976 wurde das wissenschaftliche Gutachten „Silberner Plan“ mit der Vorgabe erstellt, Ziele und Perspektiven zur Altenarbeit im Rhein-Kreis Neuss zu formulieren. Im Rahmen der Fortschreibung ist frühzeitig das Fundament für die Vernetzung der Angebote für ältere Menschen gelegt worden. So gibt es flächendeckend Seniorenberatungsstellen. Diese Angebote werden seit Oktober 2011 durch die Wohnberatungsagentur im Rahmen eines Kooperationsvertrags zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und der Caritas ergänzt. Das Personal beschäftigt sich speziell mit dem seniorengerechten Wohnen.

 Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wurde mit dem Einsatz von qualifizierten Wohnberaterinnen und einer Architektin des Rhein-Kreises Neuss die Grundlage für eine fundierte Fachberatung geschaffen. Bauliche Maßnahmen können schließlich dazu führen, häusliche Pflege zu ermöglichen oder zu erleichtern und die Unterbringung im Heim zu verhindern. Außerdem werden in der Agentur Dienstleistungen vermittelt, die den Verbleib Pflegebedürftiger im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung unterstützen.

Die Wohnberatungsagenturen in Nordrhein-Westfalen werden von den Landesverbänden der Pflegekassen bezuschusst. 2020 und 2021 erfolgte eine Erhöhung des Förderbetrags pro Vollzeitkraft. Die hiesige Wohnberatungsagentur ist mit rund zwei Stellen besetzt, wovon 8,5 Wochenstunden von einer Mitarbeiterin des Rhein-Kreises Neuss ausgefüllt werden. Im Rahmen des Kooperationsvertrags erstattet der Caritasverband den auf die Kreismitarbeiterin entfallenden Förderanteil in Höhe von knapp 18 000 Euro.