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Wertschätzung für gelebte Inklusion: Landesbehindertenbeauftragte besucht „DAS HAUS“ in Neuss

16.07.2026

Besonderer Besuch für „DAS HAUS“ am Neusser Hamtorwall: Die Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderungen sowie für Patientinnen und Patienten, Claudia Middendorf, informierte sich jetzt über die Arbeit der inklusiven Jugendeinrichtung in Trägerschaft der Katholischen Jugendagentur Düsseldorf (KJA). Auf Einladung des Neusser Landtagsabgeordneten Dr. Jörg Geerlings tauschte sie sich mit den Verantwortlichen der Einrichtung über Erfahrungen und Herausforderungen inklusiver Jugendarbeit aus.

„DAS HAUS“ steht beispielhaft für das, was kirchliche Jugendarbeit leisten kann: ein Ort, an dem alle jungen Menschen willkommen sind – unabhängig von einer Behinderung, ihrer Herkunft oder ihren persönlichen Voraussetzungen. Seit der Wiedereröffnung nach umfassender Sanierung hat sich die Einrichtung als erster inklusiver Jugendtreff der Stadt Neuss zu einem festen Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche entwickelt. Die barrierefreie Gestaltung des Hauses ist dabei nur die Grundlage. Entscheidend ist die Haltung, mit der Inklusion hier jeden Tag gelebt wird.

Beim Rundgang durch die Einrichtung lernten die Gäste die vielfältigen Angebote kennen – von Musik- und Medienprojekten über Kreativwerkstätten bis hin zur Skateranlage und dem offenen Café. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch einer Probe der inklusiven Theatergruppe. Für ihre Theaterproduktionen ist „DAS HAUS“ über Neuss hinaus bekannt. Hier stehen junge Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich gemeinsam auf der Bühne und zeigen, wie Inklusion durch gemeinsames Erleben und kreatives Arbeiten gelingt.

Im Gespräch berichteten die Mitarbeitenden der Katholischen Jugendagentur Düsseldorf von ihren Erfahrungen aus mehreren Jahren inklusiver Jugendarbeit. Dabei wurde deutlich, dass Teilhabe nicht allein durch bauliche Barrierefreiheit entsteht. Ebenso wichtig sind engagierte Mitarbeitende, verlässliche Beziehungen, Zeit für die einzelnen jungen Menschen und Räume, in denen Gemeinschaft wachsen kann.

Dass sich die Landespolitik vor Ort ein Bild von der Praxis macht und den Austausch mit den Mitarbeitenden sucht, unterstreicht die Bedeutung, die „DAS HAUS“ inzwischen auch über die Stadtgrenzen hinaus erlangt hat. So wurde der Besuch nicht nur zu einem fachlichen Austausch, sondern auch zu einem sichtbaren Zeichen der Anerkennung für das Engagement der vielen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, die „DAS HAUS“ Tag für Tag zu einem Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und der gelebten Nächstenliebe machen.